Très chic

Die neue L’Oréal-Zentrale in Paris ist wohnlich wie ein Hotel

Kürzlich hat der Kosmetikriese L’Oréal an der Seine in Paris seine neue Zentrale bezogen. Von außen mutet der verglaste Riegel mit 48.000 Quadratmetern Fläche zunächst wie ein typischer Bürokomplex an. Wer die Lobby, pardon die Eingangshalle betritt, wähnt sich jedoch eher in einem schicken Hotel als in einem Büro für 2.000 Angestellte. Und dieser Eindruck setzt sich auch in den Büroetagen fort – dank des Interiors von Maison Sarah Lavoine.

Für Maison Sarah Lavoine war L’Oréal das erste Büroprojekt. Bisher zählten private Wohnräume und Hotels zum Portfolio, ein Einfluss, der den Büroräumen anzumerken ist. Denn das Designteam entschied sich für Materialien und Farben, die nicht mit der typischen Büroeinrichtung in Verbindung gebracht werden, sondern eher mit der Wohnwelt. So kamen Keramikfliesen, Walnussholz, Samtstoffe, Kupfer und Marmor zum Einsatz, Rosa- und Blautöne wechseln sich ab.

Der Eingangsbereich im Erdgeschoss ist wie eine großzügige Hotellobby gestaltet. Verschiedene Sitzgelegenheiten aus maßgefertigten Bänken, Lounge Chairs und Barhockern gruppieren sich um eine ovale Kaffeebar sowie um eine Lichtkuppel mit Olivenbaum. Über dieser Kuppel liegt einer der insgesamt vier Patios, welche die Büroräume in den Obergeschossen mit Tageslicht versorgen.

Gemäß dem Trend, traditionelle Bürostandards aufzubrechen, wurde in den Büroetagen ein Mix aus ruhigen Plätzen für konzentriertes Arbeiten und Open Space-Flächen entwickelt. Ergänzend stehen unterschiedlich große Meetingräume sowie Bereiche für informelle Treffen zur Verfügung. Aus diesen wählen die Teams – ein Viertel der Mitarbeiter besitzt keine festen Plätze – je nach Bedarf den passenden Ort. Farbige, stoffbezogene Paneele zwischen den Arbeitstischen, von der Decke abgehängt oder als Raumteiler aufgestellt, dienen der Akustik. Zugleich zonieren sie die offenen Räume in Teambereiche und sorgen für Farbtupfer in fein abgestimmten Blau- und Grüntönen.

Zur Mittagspause können die Mitarbeiter zwischen drei hauseigenen Restaurants wählen, die themengemäß eingerichtet wurden: Keramikfliesen in der Trattoria, Holzausbauten in der Sushibar und Schachbrettmuster im American Diner. Assoziationen an gewöhnliche Kantinen sind damit passé. Um den Angestellten den Arbeitsalltag noch angenehmer zu gestalten, stehen ihnen übrigens unter anderem ein Fitnessraum und – schließlich handelt es sich um einen Kosmetikkonzern – ein Schönheitssalon zur Verfügung.

Zur Marke L’Oreal passt das „Wellness-Wohlfühl“-Einrichtungskonzept natürlich wunderbar. Und damit wird, wie aktuell bei großen Unternehmen oft gesehen, das Firmenimage auch durch die Einrichtung verkörpert und bis an den Schreibtisch transportiert.

Text: Katharina Sommer

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